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Projektübersicht

Die Initiatoren des Projekts

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW) und die Bertelsmann Stiftung kooperieren im Projekt „Vielfalt fördern", um ein systematisches Fortbildungsangebot für Schulen der Sekundarstufe I im Bereich der individuellen Förderung zu entwickeln.

Die Kooperationspartner möchten mit ihrem Projekt die Schulen und Lehrkräfte dabei unterstützen, sich besser auf die wachsende Heterogenität der Schülerschaft einzustellen. Damit soll ein Beitrag zur Verbesserung von Chancengleichheit, sozialer Gerechtigkeit und Leistungsfähigkeit des Schulsystems in Nordrhein-Westfalen geleistet werden.


Das Projekt "Vielfalt fördern"

Das Projekt „Vielfalt fördern" unterstützt Schulen mit Sekundarstufe I in ihren Regionen dabei, durch systematische individuelle Förderung im Unterricht besser mit der wachsenden Heterogenität ihrer Schülerinnen und Schüler umzugehen.

Dazu werden in den Regionen tätige Moderatorinnen und Moderatoren für Lehrerfortbildung (aus den Kompetenzteams) in das Projekt eingebunden. Die Moderatoren bieten mit der Fortbildung systematisch Inhalte und Lernanlässe zur Weiterentwicklung des Unterrichts fokussiert auf individuelle Förderung. Sie begleiten die Lehrpersonen in ihrem Lernprozess und lassen die Bedarfe aus der Praxis in die Weiterentwicklung der Fortbildung einfließen.

Das Fortbildungsangebot für Schule ist modular aufgebaut: Die vier Module der Qualifizierung zielen auf eine systematische Weiterentwicklung von individuell förderndem Unterricht.

  • Modul 1: Teamentwicklung im Kollegium/ Kooperation (Implementation/ Kommunikation)
  • Modul 2: Identifizierung von Potenzialen und Interessen/ Evaluation (Diagnostik)
  • Module 3 und 4: Lernen und Lehren – Potenziale fördern und kompetenzorientiert unterrichten (Didaktik 1 und 2)


Regionaler Ansatz der Schul- und Unterrichtsentwicklung

Im Rahmen des Projekts soll die Zusammenarbeit der Regionalen Bildungsbüros mit den Kompetenzteams verstärkt werden, z. B. durch die Organisation von Erfahrungsaustausch zwischen den am Projekt beteiligten Schulen und durch die Einbindung kommunaler und anderer Partner durch das jeweilige Regionale Bildungsbüro. Das Projekt startet zunächst in ausgewählten Pilotregionen und soll sukzessive allen kreisfreien Städten und Landkreisen in NRW zur Verfügung stehen.

Seit dem Schuljahr 2012/13 wird die Fortbildung Schulen mit Sekundarstufe I in den fünf Pilotregionen Bonn, Borken, Düsseldorf, Gütersloh und Hamm angeboten. Die Bezirksregierungen haben die Erprobung im darauf folgenden Jahr auf fünf weitere Kreise und Städte ausgeweitet: Seit Beginn des Schuljahres 2013/14 nehmen Schulen aus dem Hochsauerlandkreis, der Stadt Bielefeld, dem Kreis Kleve, dem Oberbergischen Kreis und der Stadt Gelsenkirchen an der Fortbildung teil. Inzwischen sind weitere Regionen in das Projekt aufgenommen worden: In den mittlerweile 32 Projektregionen in NRW können sich alle Schulen mit Sekundarstufe I um eine Teilnahme an der Fortbildungsmaßnahme bewerben.


Fortbildungsangebot für Schulen und Voraussetzungen

Die Fortbildung richtet sich an ganze Kollegien, die entweder komplett oder in zwei bzw. drei Etappen zeitversetzt (letztlich ebenfalls komplett) an der Fortbildung teilnehmen. Das Qualifizierungsangebot ist so angelegt, dass ein Kollegium einer kleineren Schule die Fortbildung in zwei Jahren durchlaufen kann. Für große Kollegien besteht die Möglichkeit, an der Fortbildung gestaffelt in Teilgruppen teilzunehmen, so dass der Qualifizierungsprozess bis zu sechs Jahren dauern kann.

Voraussetzungen für eine Teilnahme von Schulen am Projekt:

  • Einrichtung und Legitimation einer Gruppe, die die Organisation des Qualifizierungsprozesses sicherstellt und die Implementation an der Schule steuert (Steuer-/ Arbeitsgruppe für Unterrichtsentwicklung). Diese Gruppe fungiert auch als Ansprechpartner für die Moderatoren.
  • Zustimmung von Lehrer- und Schulkonferenz zur Teilnahme am Projekt auf der Grundlage einer halbtägigen Orientierungsveranstaltung. Empfohlen wird eine 2/3-Mehrheit.
  • Die Schulleitung stützt den Prozess nach innen und außen ab.
  • Die Schule entscheidet sich, den Qualifizierungs- und Umsetzungsprozess über einen längeren Zeitraum zum Schwerpunkt der Fortbildungsplanung und Schulentwicklung zu machen.


Elemente der Fortbildung

  • Bei Interesse an der Fortbildung gibt es für Schulen zunächst einen Informations- und Orientierungsworkshop.
  • Bei positivem Beschluss durch Lehrer- und Schulkonferenz ist ein Planungstreffen der Moderatoren mit schulischer Projektsteuergruppe/Arbeitsgruppe für Unterrichtsentwicklung zur Vorbereitung des pädagogischen Tages vorgesehen.
  • Ein pädagogischer Tag wird zur Klärung des päd. Grundverständnisses / des Leitbilds zur individuellen Förderung der Schule und zur kollegialen Zusammenarbeit angesetzt.
  • Kernstück der Fortbildung sind die vier Module, die inhaltlich gefüllt sind und die Elemente einer Prozessbegleitung enthalten (ca. 2,5 Tage pro Modul, insgesamt 80 Stunden).



Ansprechpartner/in für inhaltliche Fragen:
Projektleitung Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW:
Projektleitung Bertelsmann Stiftung:


Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 25.August 2016

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