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Fortbildungsinhalte

Ziele der Fortbildung

Ziel der Fortbildung ist die Weiterentwicklung des Unterrichts in den Schwerpunkten individuelle Förderung und Kompetenzentwicklung. Lehrkräfte sollen dabei unterstützt werden, sich besser auf die unterschiedlichen Lernausgangslagen, Potenziale und Interessen der Schüler einzustellen. Die Fortbildung richtet sich an ganze Schulen und stellt somit einen integrierten Ansatz der Unterrichtsentwicklung im Rahmen von Schulentwicklung dar. Die Kollegien werden im Verlauf der Fortbildung dauerhaft von Moderatorinnen und Moderatoren der Kompetenzteams begleitet. Die Moderatoren stimmen sich dabei mit der Projektsteuergruppe für Unterrichtsentwicklung an der Schule ab und koordinieren gemeinsam mit dieser den Prozess.


Inhalte der Fortbildung

Die vier Module der Fortbildung bestehen aus theoretischen Bausteinen, praktischen Trainingseinheiten und Reflexionen über die Weiterentwicklung des Unterrichts. Zu Beginn der Fortbildung wird an einem pädagogischen Tag das Grundverständnis zur individuellen Förderung und zum Lernen in den Blick genommen. Es wird berücksichtigt, wo die Schule bzw. das Kollegium im Schulentwicklungsprozess steht. Im Verlauf der Fortbildung werden zunehmend fachspezifische Elemente berücksichtigt, sodass auch Fachkonferenzen über die Kollegen nach und nach einbezogen werden.

Die Fortbildung ist auf zwei Jahre angelegt und umfasst ca. 2,5 Fortbildungstage pro Modul – also insgesamt 10 Tage bzw. 80 Stunden im Zeitraum von 2 Jahren.

Die Inhalte der Fortbildung wurden von erfahrenen Fortbildnern, unter wissenschaftlicher Begleitung der Universität Münster und mit weiteren Wissenschaftlern erarbeitet.

Übersicht über die vier Module der Fortbildung:

  • Modul 1: Teamentwicklung im Kollegium
  • Modul 2: Identifizierung von Potenzialen und Interessen/ Evaluation (Diagnostik)
  • Modul 3: Lernen und Lehren – Potenziale fördern und kompetenzorientiert unterrichten (Didaktik 1)
  • Modul 4: Lernen und Lehren – Potenziale fördern und kompetenzorientiert unterrichten (Didaktik 2)


Modul 1

Teamentwicklung im Kollegium

Umfang: 3 Tage bzw. 24 Stunden

Unterricht lässt sich nachhaltig nur gemeinsam weiterentwickeln. Im Modul Teamentwicklung steht eine gelingende Zusammenarbeit im Vordergrund, die Lehrkräfte auf Dauer entlasten soll. Dabei wird, wenn sinnvoll und gewünscht, auf bestehenden Teamstrukturen aufgebaut.

Die Teams selber legen die Ziele fest, um Unterricht weiter zu entwickeln. Im Verlauf der Qualifizierung werden die Praxisvorhaben sukzessive komplexer: Im Zentrum stehen die gemeinsame Unterrichtsplanung (z. B. Überlegungen zur Aktivierung der Schüler, individualisierende und kooperative Unterrichtsformen), Hospitationen mit dem Fokus auf Classroom Management und schließlich die gemeinsame Arbeit an Zielen, die sich die Teams nach den Hospitationen selbst gesetzt haben.

Modul 2

Diagnostik: Identifizierung von Potenzialen und Interessen/ Evaluation

Umfang: 2,5 Tage bzw. 20 Stunden

Ohne zu wissen, wo ein Schüler im Lernprozess steht und was ihn interessiert, wird es schwierig, ihn zu fördern. Im Zentrum dieses Moduls steht eine lerner- und prozessbezogene Diagnostik, die Diagnosefähigkeiten von Lehrkräften ausbaut und die Schülerperspektive in den Diagnoseprozess mit einbezieht. Dazu sind keine aufwendigen psychologischen Tests notwendig.

In dem Modul wird ein Überblick über Diagnosebereiche und Instrumente vermittelt und ein Einstieg in den Diagnosezyklus ermöglicht. Wie in der gesamten Fortbildung wird auch hier an der eigenen Unterrichtspraxis gearbeitet, sodass das Gelernte direkt umgesetzt werden kann. Damit dies gelingen kann, findet bereits hier eine Anbindung an die Fächer statt.

Modul 3 und 4

Didaktik: Lernen und Lehren – Potenziale fördern und kompetenzorientiert unterrichten

Umfang: 4,5 Tage bzw. 36 Stunden

Jedem Kind bzw. jedem Jugendlichen in einer Klasse mit 30 Schülern so gerecht zu werden, dass sich ihre Potenziale entfalten können, ist eine Mammutaufgabe. Wie diese bewältigt werden kann, steht im Zentrum der beiden Didaktikmodule. Hier geht es darum, selbstgesteuertes Lernen zu fördern und die dafür notwendigen Lernstrategien beim Schüler aufzubauen, wobei Lehrkräfte in der Verantwortung für den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler bleiben.

Die Module beinhalten fachspezifische Anteile genau wie fachübergreifende Anteile: erstere dienen dazu, dass die Prinzipien in den Fächern passgenau umgesetzt werden, letztere dienen dazu, dass Schülerinnen und Schüler ähnliche Prinzipien des Lernens in allen Fächern wiedererkennen. Dabei wird zum einen auf Ansätzen aufgebaut, die im Diagnostik-Modul schon eingeführt wurden (z. B. Lernlandkarten), zum anderen werden neue Schwerpunkte gesetzt: Über die Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens hinaus sind dies: Lerncoaching, Prinzipien und Konstruktion differenzierender Aufgaben, Lerndokumentation, Leistungsbeurteilung, Classroom Management und Kooperatives Lernen.


Bestimmte Prinzipien ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Module:

  • Abeit in Teams: Die Teams variieren je nach Entwicklungsfokus und Bedarfen der Kolleginnen und Kollegen. Es wird in Klassen-, Klassenstufen- oder Fachteams gearbeitet.
  • Kollegiale Unterrichtsbesuche: Gegenseitige Unterrichtsbesuche werden in Modul 1 eingeführt und finden in allen Folgemodulen statt. Die betreffenden Kolleginnen und Kollegen setzen den Beobachtungsfokus selbst fest. Die Auswertung der Besuche bildet den Ausgangspunkt für das nächste Entwicklungsvorhaben.
  • Entwicklung entlang des Qualitätskreislaufs: Die Arbeit an Aspekten des Unterrichts folgt immer einem bestimmten Muster: Ist-Stand erheben, Entwicklungsbedarfe klären, Ziele festlegen, Maßnahmen planen, Maßnahmen umsetzen, Wirkung evaluieren.




Ansprechpartner/in für inhaltliche Fragen:
Projektleitung Ministerium für Schule und Bildung NRW:


Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 18.Dezember 2017

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