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Kinder und Jugendliche in ihrer Vielfalt fördern

Unterricht fokussiert auf individuelle Förderung weiterentwickeln

Vielfalt im Klassenzimmer ist nichts Neues, denn jedes Kind ist anders. Doch noch nie war diese Heterogenität so offensichtlich wie heute: Vor allem in den Großstädten steigt die Zahl der Kinder aus Zuwandererfamilien, in ländlichen Gebieten müssen Schulen unterschiedlicher Art aus Schülermangel zusammengelegt werden, überall haben die Gymnasien regen Zulauf, und immer mehr Kinder mit besonderem Förderbedarf gehen auf Regelschulen. Wie können Lehrkräfte angesichts dieser Entwicklungen mit den unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen, Interessen und Potenzialen der Schülerinnen und Schüler konstruktiv umgehen?


Individuelle Förderung

Der Schlüssel, um allen Kindern und Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Potenzialen gerecht zu werden, besteht in der individuellen Förderung. Lehrkräfte dabei zu unterstützen, genau dies im Unterricht zu verwirklichen, ist eine Aufgabe von Staat und Gesellschaft.


weitere Informationen zur Individuellen Förderung

Die wachsende Heterogenität in den Schulen ist eine der zentralen Herausforderungen für das Land Nordrhein-Westfalen. Es geht darum, Kindern und Jugendlichen in ihrer Vielfalt faire Chancen im Schul- und Bildungssystem zu ermöglichen und damit auch den sozialen Zusammenhalt im Land zu festigen.

Das wirft die Frage auf, wie in Schule und Unterricht konstruktiv mit den unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen, Interessen und Leistungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler umgegangen werden kann.

Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Umgang mit der wachsenden Heterogenität der Schüler liegt in einer Lern- und Unterrichtsumgebung, die das einzelne Kind und seine persönlichen Lernvoraussetzungen und -prozesse in den Mittelpunkt rückt und stärker auf individualisiertes, eigenmotiviertes Lernen ausgerichtet ist.

Die individuelle Förderung ist deshalb eine der zentralen Grundaussagen des Schulgesetzes in NRW: „Jeder Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und sein Geschlecht ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung".
» Zum Schulgesetz

Kooperationsprojekt zwischen Schulministerium, QUA-LiS und Bertelsmann Stiftung

Das „analoge“ Kooperationsprojekt Vielfalt fördern zwischen dem Schulministerium, der Qualitäts- und UnterstützungsAgentur- Landesinstitut für Schule (QUA-LiS) und der Bertelsmann Stiftung ist zum Ende des Schuljahrs 2016/17 ausgelaufen (für weitere Informationen, siehe „Historie“). Unter wissenschaftlicher Leitung der Universität Münster hat eine Gruppe erfahrener Unterrichtspraktiker und Fortbildner für Unterrichtsentwicklung ein modularisiertes Fortbildungsangebot für Schulen mit Sekundarstufe I entwickelt. Die Fortführung von Vielfalt fördern, eins von acht Fortbildungsprogrammen, liegt nun ganz in der Verantwortung des Landes.

Die Kooperation findet eine Fortführung im MOOC (Massive Open Online Course) Vielfalt fördern, der ab 5. März 2018 zur Verfügung steht. Der Selbstlernkurs stellt eine Art „Schaufenster“ dar und bietet Einblick in die vier Module des Fortbildungsprogramms; adressiert sind Lehrkräfte, Referendare, Studierende und alle an individueller Förderung und Unterricht Interessierte.


Fortbildungsangebot für ganze Kollegien und Teilkollegien

Ziel der ca. zweijährigen Fortbildung ist es, Lehrkräfte dabei zu unterstützen, besser mit immer heterogeneren Klassen umzugehen, damit alle Kinder und Jugendlichen ihre Potenziale entfalten können. Das Angebot richtet sich nicht an einzelne Lehrkräfte, sondern an ganze Kollegien bzw. Teilkollegien, die in Teams ein gemeinsames Konzept individueller Förderung im Unterricht für ihre Schule erarbeiten möchten.

Ansprechpartner/in für inhaltliche Fragen:
Projektleitung QUA-LiS NRW:


Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 09.Dezember 2018

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